Bernstein
Bernstein zählt weltweit zu den ältesten und beliebtesten Schmuck- und Heilsteinen. Er fasziniert mit unterschiedlicher Farbgebung, hoher Lichtbrechung und einem goldgelben Glanz. Seine reichhaltige Farbpalette führt von Gelb bis Braun. In poliertem Zustand schimmert Bernstein honigfarben. Durch mineralische Einschlüsse kann er auch elfenbeinfarbig sein. Beim dominikanischen Bernstein gibt es eine typische Blaufärbung, was auf der fluoreszierenden Eigenschaft des fossilen Harzes beruht. Der Name des Bernstein ist auf das niederdeutsche Wort „börnen“, zurückzuführen, was so viel wie „brennen“ bedeutet. Ein Bernstein fühlt sich sinnlich und warm an und ist überraschend leicht. Ihm wird eine beruhigende, schmerzlindernde und heilende Wirkung nachgesagt. Als Heilstein wird Bernstein bei verschiedenen Krankheiten eingesetzt, zum Beispiel bei Hautausschlägen, Zahn- oder Rückenschmerzen.
Dabei handelt es sich beim Bernstein genau genommen um Baumharz, das vor Millionen von Jahren aus den Wunden der Bernsteinkiefern ausgetreten und an der Luft ausgehärtet ist. Riesige Mengen davon gelangten durch Wasser und Eis in tiefe Sedimentschichten, wo sie von Sand und Staub im luftleeren Raum zugeschüttet wurden und über Millionen von Jahren unter dem Druck der oberen Schichten zu Bernstein wurden. Die ältesten Bernsteinfunde sind bis zu 300 Millionen Jahre alt.
Die Wiege des europäischen Bernsteinvorkommens liegt im „Bernsteinwald“, den Forscher im heutigen Grossraum Skandinavien, Ostsee, Russland vermuten. Auch heute noch wird an der Ostseeküste Bernstein gefördert. Weitere wichtige Fundorte befinden sich in Rumänien, Italien und der Dominikanischen Republik. Der grösste und bekannteste Fundort liegt allerdings im ehemaligen Ostpreussen, im „Samland“, der Region um Königsberg. Im Königsberger Schloss war 1942 das prunkvolle wie legendäre Bernsteinzimmer ausgestellt.




