Aventurin
Als edlen Abenteurer könnte man den Aventurin durchaus bezeichnen, schliesslich soll er bei seinen Trägern Mut, Optimismus, Vitalität, aber auch innere Ruhe fördern. In seinem Namen steckt das spanische Wort Abenteuer und als geheimnisvoll glitzernder Stein zeigt er sich von Europa über Indien bis hin nach Amerika auf wunderschönen Schmuckstücken. Der Aventurin ist mineralogisch gesehen ein gelb- bis goldrot schimmernder Quarz mit metallisch glänzenden Einlagerungen. Wobei letztere entscheidend sind für die Farbgebung, die sich in Gold- bis Braunrot, Grün und Blau zeigt.
Im 18. Jahrhundert wurde im heute für seine Glasbläserei weltberühmten Murano nahe Venedig per Zufall ein goldrot schimmerndes Glas erzeugt, das fortan den Namen Aventurin trug. Das Geheimnis zur Herstellung dieses Steins mussten die zwar ausserordentlich gut bezahlten Glasbläser von Murano – aber unter Androhung der Todesstrafe – streng geheim halten. Erst viel später wurde der Aventurin auch in der Natur gefunden und nach seinem bereits existierenden künstlichen Vorgänger benannt. Obwohl Aventurin-Quarz in der Natur vorkommt, wird das Kunstprodukt für die Schmuckherstellung bevorzugt, denn es ist weicher und mit einer vielfältigeren und intensiveren Farbgebung versehen als sein Namensvetter aus der Natur.
Der bei uns vor allem als grüner Aventurin bekannte Quarz wurde 1865 von einem Chemiker in Frankreich hergestellt. Die Nachfrage war so gross, dass riesige Mengen des grünen Aventurins in Frankreichs Manufakturen zu günstigem Modeschmuck verarbeitet und verkauft wurden. Bis heute gehört der Aventurin – auch bei Rhomberg – zu den beliebtesten Quarzen. Er schmückt Frauen aber auch Männer am liebsten mit massiven Armreifen, kunstvollen Finger- und Ohrringen. Verwendung findet er auch in Kunstgegenständen wie zum Beispiel edlen Vasen oder schmucken Schatullen.




